GEMEINSAM für Fairness, Respekt und Toleranz

Gemeinsam gegen Rechtsextremismus – Bayerischer Fußball-Verband und Bayerisches Bündnis für Toleranz setzen bayernweites Zeichen (26. bis 28. April 2013)

„Unter dem Motto „Gemeinsam gegen Rechtsextremismus“ haben der Bayerische Fußball-Verband (BFV) und das „Bayerische Bündnis für Toleranz“ am Wochenende bayernweit ein klares Zeichen gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus gesetzt. Bei acht Spielen der Bayernliga Nord und Süd und einem Landesliga-Spitzenspiel warben prominente Vertreter des BFV, des Bündnisses, der beteiligten Städte und Gemeinden sowie hohe kirchliche Würdenträger gemeinsam mit den Vereinen für mehr Toleranz und Respekt und machten deutlich, dass rechtsextreme Gruppierungen weder im Fußball noch in der Gesellschaft eine Plattform bekommen dürfen.

„Der Fußball ist die größte Sportbewegung in Bayern und damit eine der größten gesellschaftlichen Bewegungen. Fußball ist viel mehr als nur 90 Minuten sportliches Geschehen und das müssen wir alle zeigen. Fußball steht für alle Kulturen, für Menschen aller Religionen und Nationalitäten und bekennt sich auch ganz klar zu Toleranz, Respekt und Fairplay. Rechtsextremismus hat in unserem Land nichts verloren und da sagen auch wir Fußballer deutlich: Rote Karte für den Rechtsextremismus!“, erklärte BFV-Präsident und DFB-Vizepräsident Dr. Rainer Koch im Vorfeld der Partie FSV Erlangen Bruck – SpVgg Bayreuth.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann betonte in Erlangen: „Die NSU-Mordserie hat uns die Folgen von politischem Extremismus auf grausamste Weise vor Augen geführt. Unser Bündnis setzt klare Signale dagegen: Miteinander, vertrauensvoll und entschlossen gehen wir gegen den Rechtsextremismus vor. Uns verbindet die feste Überzeugung, dass für extremistische Ideologien keinerlei Platz in unserer Gesellschaft sein darf. Mehr als 40 Partner aus allen Feldern unserer Gesellschaft verteidigen gemeinsam unsere Werte: die Würde des Menschen, unserer freiheitliche Demokratie und unseren Rechtsstaat.“ (Auszug aus Presseinformation des BFV vom 28. April 2013).

Am Aktionstag in Erlangen-Bruck am 28. April 2013 beteiligten sich an der gut organisierten Aktion der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann, Bürgermeisterin Dr. Elisabeth Preuss, der ehemalige Landesbischof Dr. Johannes Friedrich, der Geschäftsführer des Bündnisses für Toleranz Martin Becher, Julia Arnold von der Landeskirche, Bürgermeister Werner Wolf als Vertreter der Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg und das Gräfenberger Sportbündnis, vertreten durch Karolina Michl und Ludwig K. Haas. Die Verbandsspitze des BFV war mit seinem Präsidenten Dr. Rainer Koch und seinem Vizepräsidenten Reinhold Baier sowie mit dem Bezirksvorsitzenden Uwe Kunstmann vertreten.

Thomas Müther, Pressesprecher des BFV, moderierte das Pressegespräch in Interview-Form. Zu Wort kamen BFV-Präsident Dr. Rainer Koch, der Bayerische Innenminister Herrmann, der ehemalige Landesbischof Dr. Friedrich, Frau Bürgermeisterin Dr. Elisabeth Preuss, der Geschäftsführer des Bündnisses für Toleranz Herr Martin Becher und Ludwig K. Haas vom Gräfenberger Sportbündnis.

Kurz vor dem Spielbeginn liefen die Vertreter des Sports, der Politik und der Kirchen mit einem riesigen Banner mit der Aufschrift „Gemeinsam gegen Rechtsextremismus“ auf den Sportplatz ein und demonstrierten ihre Entschlossenheit, gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit friedlich einzutreten. Vor dem Spiel verlas der Stadionsprecher die Botschaft zum Aktionstag (siehe unten).

Das Bayernligaspiel entschied SpVgg Bayreuth mit 3:1 für sich.

 

 

 


Die Mannschaften SpVgg Bayreuth (blaues Trikot) und FSV Erlangen-Bruck (gelbes Trikot) mit Dr. Rainer Koch, Reinhold Baier, Joachim Herrmann, Dr. Johannes Friedrich, Bürgermeisterin Dr. Preuss, Martin Becher und weiteren Teilnehmern in Erlangen-Bruck

 


Pressegespräch (Ausschnitt) mit Dr. Johannes Friedrich, Reinhold Baier, Julia Arnold und Ludwig K. Haas (v.l.)

Fotos: Bayerischer Fußball-Verband

 


Karolina Michl, Ludwig K. Haas, BFV-Präsident Dr. Rainer Koch und Innenminister Joachim Herrmann vor dem Sportgelände des FSV Erlangen-Bruck (v. l.)

Foto: Dr. E. Preuss

 

Botschaft zum AKTIONSTAG – GEMEINSAM GEGEN RECHTSEXTREMISMUS

„Liebe Fußballfans!

Rechtsextremisten nutzen das Fußballstadion als ihre Bühne – sie tragen Aggression und Gewalt in die Stadien, versuchen ihre politischen Botschaften zu verbreiten und neue, insbesondere jugendliche Anhänger zu gewinnen. Doch nicht nur in den Fußballstadien, sondern auch durch Unterwanderung der Jugendarbeit in den Sportvereinen als Trainer, Betreuer oder Sponsoren versuchen rechtsextreme Gruppierungen Einfluss zu bekommen. Immer mit dem Ziel, ihre intoleranten und gewaltverherrlichenden Gedanken zu verbreiten.

Der heutige Aktionstag gegen Rechtsextremismus des Bayerischen Fußball-Verbandes und des „Bayerischen Bündnisses für Toleranz – Demokratie und Menschenwürde schützen“ zeigt, dass wir alle gemeinsam gegen Rechtsextremismus einstehen – Fußball und auch überall sonst in unserer Gesellschaft.

Wir wehren uns und zeigen Gesicht gegen rassistische Beleidigungen und Provokationen. Wir geben rechtsextremen Gruppierungen keine Chance, sich auszubreiten. An verschiedenen Spielorten der Bayernliga Nord und Süd stellen das heute Vertreter der Vereine, des Fußball-Verbandes und des Bündnisses für Toleranz gemeinsam unter Beweis!“

 

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